Papua Neuguinea - Tauchschule Kolmar

Tauchschule Kolmar
Ausbildungscenter für Sport.- und techn. Tauchen
Sinsheim
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Reiseberichte > Pazifik
Papua Neuguinea /Tufi
Neuguinea ist nach Grönland die zweitgrößte Insel unserer Erde und im Gegensatz zu Madagaskar oder Borneo, die schon halb abgeholzt und platt gemacht sind, noch mit ca. zwei Drittel von Urwald bedeckt. Leider hat man aber vor kurzem Gold gefunden. Und andere Ressourcen wie Gas, Öl, Kupfer, Diamanten. Es gibt außer 2 oder 3 Highways keine Straßen. Noch nicht einmal von der Hauptstadt weg führen irgendwelche Straßen wohin. Hunderte von Stämmen mit mehr als 800 Sprachen (nicht Dialekten) leben noch wie vor Tausenden von Jahren im Regenwald ohne Kontakt zur Außenwelt. Die Topographie des Landes mit Bergen von über 3.600 m Höhe , tiefen Schluchten, grandiosen Wasserfällen und riesigen Höhlen verhinderte bis heute, daß die Insel "gangbar" gemacht wurde. Und der Kokoda-Trail ist ein berühmt berüchtigtes Beispiel wie schwierig es ist hier vorwärts zu kommen. Unser Resort Tufi liegt an der Ostseite der südlichen Halbinsel. Es ist die einzige Tauchbasis weit und breit. Nur sie fährt die Riffe hier an. Wir waren meist zu dritt alleine auf dem Tauchboot und an den Riffen. Wir hatten fast immer starke Strömung, gegen die wir bis zur Außenspitze "antauchten" , um nach Haien Ausschau zu halten: Weißspitzen, Silberspitzen, Grauhaie (darunter ein schwangeres Weibchen), Rochen, Schildkröten, Hammerhaie.  Dort gibt es übrigens die einzigen weißen ! Hammerhaie. Glasklares Wasser mit 28 - 30°C. Mehr Fisch wie Wasser ! heißt es hier. Schwärme von Füsilieren, blauen Riffbarschen, orangen Fahnenbarschen, Makrelen, großen Fledermausfischen ziehen an dir vorbei. Es ist kunterbunt. Vor allem am Mulloway Reef, so daß man kaum die Tauchpartner sehen kann. Hier bei Tufi gibt es die einzigen tropischen Fjorde - außer Brasilien. Im Fjord kann man interessante muck dives machen und skurrile Meeresbewohner entdecken. Der kleine Tufi-Hafen war im zweiten Weltkrieg US-Militärbasis und der ganze Kriegsschrott liegt noch drin. Wir betauchten den Jeep, einen Torpedo, ein Maschinengewehr und ein Patrouillenboot.  Ein weiterer Tauchgang führte uns zum Wrack eines B25 Bombers. Unsere beiden Tauchguides mußten ihn mangels GPS Daten erst suchen und bekamen dabei Hilfe von Papua , die auf dem Auslegerboot herbeikamen. Bei einer Boots- oder Kanufahrt in den 2 km langen Fjord kann man nachmittags Hornvögel, Gelbhaubenkakadus und rot-blaue Papageien fliegen sehen. Sogar 1 Palmkakadu ! haben wir gesehen.
Unsere Bilder von blumengeschmückten Papua entstanden bei einer cultural tour. Sie holten uns mit ihren Einbäumen ab und zeigten uns in ihrem Dorf wie Sago gemacht und mit 2 Holzstäben und etwas Kokosholzwolle Feuer gemacht wird. Junge Mädchen mußten früher im Gesicht tätowiert sein, um heiraten zu können. Alle alten Frauen haben diese Gesichtstätowierung. Sie demonstrierten uns wie das gemacht wird.
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