Arenzano "Milford Haven" - Tauchschule Kolmar

Tauchschule Kolmar
Ausbildungscenter für Sport.- und techn. Tauchen
Sinsheim
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Reiseberichte > Mittelmeer > Italien
 Wrack VLLCAmoco Milford "Haven"  
AmDie Haven (ehemals: Amoco Milford Haven) war ein unter zypriotischer Flagge fahrender Öltanker der VLCC-Klasse (Very Large Crude Carrier). Er gehörte der Reederei Troodos Shipping des griechischen Unternehmers Lucas Haji-Ioannou und dessen Sohn Stelios Haji-Ioannou.
Am 11. April 1991 explodierte und am 13. April schließlich sank das mit 144.000 Tonnen Rohöl beladene Schiff vor dem Hafen der norditalienischen Stadt Genua, wobei sechs Menschen ums Leben kamen und bis zu 50.000 Tonnen Öl ins Mittelmeer gelangten[1]. Heute liegt das Schiff in 82 Metern Tiefe auf Grund und wird von Sporttauchern zum Wracktauchen genutzt. Da die höheren Aufbauten bis zu einer Tiefe von 24 Metern aufragten, wurden diese abgeschnitten, so dass sich die höchsten Aufbauten heute in einer Tiefe von 34 Metern befinden.

Geschichte  
Die Amoco Milford Haven wurde von Astilleros Espanoles S.A. im spanischen Cádiz, als Schwesterschiff zur Amoco Cadiz gebaut, die ihrerseits 1978 sank. Die Haven wurde 1973 in den Dienst genommen und bediente verschiedene Rohöltransportrouten in Nahost. 1987 wurde das Schiff im Persischen Golf während des Iran-Irak-Krieges von einer Exocet-Rakete getroffen und schwer beschädigt. Nach weitgreifenden Reparaturarbeiten in Singapur wurde sie an ein Brokerunternehmen verkauft, das sie wiederum an Troodos Shipping verleaste. Dieses Unternehmen setzte die Haven der Transportlinie zwischen der iranischen Insel Khark und dem Mittelmeer ein.
Am 11. April 1991 war die Haven dabei, eine Ladung von 230.000 Tonnen Rohöl an der Schwimmplattform von Multedo vor dem Hafen Genua zu entladen. Dafür lag sie circa sieben Meilen vor der ligurischen Küste. Nachdem 80.000 Tonnen entladen worden waren, wurde die Haven von der Plattform entkoppelt, um den Transfer weiteren Öles aus den Außentanks in den zentralen Haupttank zu ermöglichen.
„Ich hörte ein sehr lautes Geräusch, als ob Eisenstangen aneinanderschlügen. Vielleicht war die Abdeckung einer Pumpe gebrochen. Dann kam eine fürchterliche Explosion.“
– Donatos Lilis, erster Offizier, in einer späteren Zeugenaussage
Fünf Mitglieder der Besatzung starben gleich in den ersten Minuten, als ein Feuer ausbrach und Öl aus dem durch die Hitze lecken Rumpf auszutreten begann. Als das Feuer das gesamte Schiff erfasst hatte, war eine bis zu 100 Meter hohe Flamme zu beobachten. Nach einer Reihe weiterer Explosionen gelangten zwischen 30.000 und 40.000 Tonnen Öl ins Meer.
Unter enormen Schwierigkeiten gelang es mehreren Hundertschaften eine sechs Meilen lange Ölsperre mit einem Tiefgang von einem Meter zu installieren, um das weitere Ausbreiten des Ölteppichs zu verhindern. Am zweiten Tag sollte die Haven näher an die Küste geschleppt werden, um die Länge des durch Ölverschmutzung betroffenen Küstenabschnittes zu reduzieren und leichteren Zugang zu dem immer noch brennenden Schiff zu bekommen. Als der Bug unter die Wasseroberfläche zu sinken begann, wurde ein Stahlkabel am Ruder festgemacht und mit Schleppern vertäut. Es wurde jedoch schnell klar, dass der Kiel der Haven gebrochen war. Die Bugsektion versank und schlug in einer Meerestiefe von etwa 450 Metern auf den Boden auf. Am 14. April sank der verbleibende 250 Meter lange Hauptkörper des Tankers anderthalb Meilen entfernt von der Küste zwischen den Orten Arenzano und Varazze.
Quelle: Wikipedia
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